Columbia

Columbia im Staate Illinois liegt 15 Autominuten südlich von St. Louis, Missouri, in der Nähe des Mississippi und gehört zum Monroe County.

Die Stadt hat über St.Louis Anschluss an 5 Interstate Highways und liegt in der geographischen Mitte der USA.

Die moderne, ruhige, ländlich geprägte Residenzstadt ist stolz auf ihre deutschstämmige Tradition, die in vielen Veranstaltungen das ganze jahr hindurch gepflegt wird. Das 1960 ins Leben gerufene "Strassenfest"  wurde wegen seines hohen Besucheraufkommens seit 1972 nach St. Louis verlegt.

Zahlreiche Geschäfte, einzigartige Restaurants und ein Wochenmarkt beweisen die Eigenständigkeit der Kommune.

Vier Schulen, neun Kirchen, eine Freiwillige Feuerwehr und eine mit 10 Beamten besetzte Polizeistation haben die Bürger Columbias in einzigartigem Engagement für ihre Gemeinde aufgebaut. Acht Krankenhäuser in einem Umkreis von 25 Meilen garantieren erstklassige medizinische Versorgung.

Neben den vielen Arbeitsplätzen, die St. Louis den Bürgern Columbias bietet, gibt es im Ort auch Beschäftigung in einem großen Bauunternehmen (Luhr Bros., Inc.), in einer Fabrik für Klebefilm und Etiketten (Budnick Converting), in einem Ingenieurbüro (Philip Environmental), bei Angelica Healthcare Services, einer Krankenhauswäscherei und bei Truss Components, einem Hersteller von Baugerüsten.

Folgende Organisationen und Vereine beleben in Columbia das Gemeinschaftsleben:

Informationen über Columbia gibt es auch unter www.columbiaillinois.com

Geschichte

Die Gegend von Columbia/Illinois wurde nach den Indianern von Weißen erstmals 1673 erkundet. Es waren französische Entdecker und Missionare, die die Grundlage für eine erste Besiedlung in der Nähe Columbias durch weitere Franzosen im Jahre 1699 bildeten.

1765 übernahmen Briten die Kontrolle des Gebietes und in seiner Folge strömten Siedler britischer und irischer Abstammung in das Gebiet. Fort Whiteside (1780) und Fort Piggott (1783) waren die ersten permanenten Siedlungen auf dem Gebiet Columbias. Beide Forts waren aus Blockhütten gebaut und dienten zum Schutz gegen Indianerüberfälle.

Erste Holzhäuser entstanden 1815 und im selben Jahr wurde in einem der Holzhäuser Schulunterricht abgehalten.

1820 wurde die Stadt Columbia auf einem 150 m hohen Plateau gegründet. Sie war damit gegen Überschwemmungen des Mississippi geschützt.

Die Einwanderung der Deutschen begann 1833. Die meisten Einwanderer kamen aber in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts. Amerikanische Bodenverkäufer waren nach Deutschland gereist, um Landparzellen an auswanderungswillige Deutsche zu verkaufen. Wenn die Deutschen dann in den USA ankamen, konnten sie sofort ihr eigenes Land beziehen. Ganze Dörfer wie Wernings zogen in die USA um.

Die deutschen Auswanderer setzten ihren Fuß erstmals in New Orleans auf amerikanischen Boden, fuhren per Schiff den Mississippi aufwärts bis St.Louis /Missouri und ließen sich dann weitgehend in Columbia nieder. Der Boden war billig, die Ernten waren reichhaltig und das Klima war ideal für den Getreideanbau. Deutsche Sparsamkeit, Zähigkeit und deutscher Fleiß veränderten den Pionierstatus Columbias. Es entwickelte sich unter dem Einfluss der deutschen Einwanderer zur heute blühenden Stadt Columbia.

Die hart arbeitenden frühen deutschen Einwanderer hatten einen direkten Einfluss auf den heutigen Wohlstand der Stadt.

Am Anfang des 18.Jahrhunderts hatten die britischen und irischen Farmer in der Gegend von Columbia die deutschen Einwanderer zunächst nur als Arbeitskräfte auf ihren Farmen angeheuert. Da Geld Mangelware war, bezahlten sie in Land, von dem sie reichlich besaßen, bis schließlich das meiste Land den Deutschen gehörte.

1859 vereinigten sich die Ansiedlungen in Folge der starken deutschen Einwanderungzum Ort Columbia. 1868 wurde die erste Eisenbahntrasse durch Columbia verlegt und die Stadt wuchs und entwickelte sich weiter. 1927 erhielt Columbia Stadtrechte.

Ein bemerkenswertes Zeichen des Gemeinsinns der Bevölkerung von Columbia zeigte sich an deren Interesse an der Weltausstellung in St. Louis 1904: Am 22. September waren alle Schulen und Geschäfte in Columbia geschlossen, und 1000 der 1300 Einwohner besuchten an diesem Tag die Weltausstellung. Das war ein Rekord, denn es war die höchste Zahl von Einwohnern einer Ortschaft, die sich gleichzeitig auf dem Ausstellungsgelände aufhielten.

1959 wurde der 100. Geburtstag von Columbia mit einem großen Bürgerfest gefeiert.

1960 wurde das "Straßenfest" gegründet, eine dreitägige Feier zum Gedenken an die deutsche Abstammung. Das "Straßenfest" wurde so populär, dass es 1972 nach St. Louis verlegt werden musste, wo es jährlich an 3 Tagen mehr als 100 000 Besucher anzog. Leider wird das Straßenfest mangels Organisation nicht mehr gefeiert.

Heute ist Columbia eine Stadt mit einer deutschstämmigen Bevölkerung von ca. 8000 Menschen. Landwirtschaft und Leichtindustrie sind die tragenden Säulen der örtlichen Wirtschaft. Columbia ist aber vorwiegend eine Wohnstadt für Pendler, die ihren Lebensunterhalt in St. Louis verdienen.