Besuch in Columbia mit Gründungszeremonie

Verschwisterung feierlich begangen

Am 07. Mai 1993 brachen 50 Männer und Frauen unter der Leitung von Barbara Gundlach, Vorsitzende des Gederner Verschwisterungsvereins, zum ersten Mal zu einer Reise in die neue Partnerstadt Columbia im US-Bundesstaat Illinois auf.

Begleitet wurde die Gruppe von den „Stolberger Buwe“, der Big-Band aus Gedern.

Die Unterbringung der Reiseteilnehmer wurde durch den örtlichen Verein organisiert und erfolgte in Privatquartieren, während die Band im Feuerwehrhaus Quartier bezog.

Der Höhepunkt des Aufenthaltes in Columbia fand einen Tag später statt.

Die Verschwisterung zwischen beiden Städten, die im Vorjahr schon in Gedern offiziell begangen wurde, sollte nun auch in Columbia unter Teilnahme der Bevölkerung gebührend gefeiert werden. Columbias Bürgermeister Lester Schneider und Gederns Bürgermeister Rainer Schwarz unterzeichneten die Partnerschaftsurkunden.

Unterstützung erhielt der Verein durch 15 Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Gedern, die bereits seit dem 18.April zum 1. Schüleraustausch mit der Columbia High School in Columbia weilten.

Zur Überraschung aller hatte die Gederner noch kurzfristig mit dem Musiklehrer der Gesamtschule, Hans-Günther Krug, die deutsche Nationalhymne eingeübt, die dann im Rahmen der Feierlichkeiten auch gesungen wurde.

Aus Gesprächen mit den Bürgern von Columbia war immer wieder zu hören, dass deren Vorfahren aus Deutschland stammten. Insbesondere die älteren Bürger Columbias suchten immer wieder den Dialog mit den Deutschen. Die meisten von ihnen sprechen gutes Deutsch, manche sogar noch den hessischen Dialekt. Eine ältere Frau berichtete, dass sie als Kind in der Familie nur Deutsch sprachen.

Das wohl interessanteste Erlebnis hatte Gederns Bürger Herbert Gundlach, der in einem Gespräch mit seiner Gastgeberin Ingrid Soraghan herausfand, dass sie dieselben Urgroßeltern haben. „Wie klein ist doch die Welt“ sagte Herbert Gundlach. Für beide bedeutet diese Städtepartnerschaft inzwischen weitaus mehr als eine Verbindung zweier Städte. Hier handelt es sich um eine echte Familienzusammenführung.

Das 10-tägige Programm beinhaltete neben privaten Veranstaltungen einen „Fish fry“ bei der Feuerwehr, ein Besuch der Anheuser-Busch Brauerei in St. Louis, das Columbia Maifest und vieles mehr.

Mit den Eindrücken der 10-tägigen Tour nach Columbia und vielen Geschenken an Bord kehrten die Gederner Bürger in ihre Heimat zurück.