Besuch in Columbia

 

Vorbemerkung: Diese Reise war ursprünglich für Oktober 2001 geplant. Aufgrund der Anschläge auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001 wurde sie jedoch um ein Jahr verschoben.

Am 28.06.2002 machten sich 42 Bürgerinnen und Bürger aus Gedern und Umgebung auf den Weg in die Partnerstadt Columbia im Staat Illinois in den USA. Zur Reisegruppe gehörte eine Abordnung der Gederner Feuerwehr sowie die Seementaler Musikanten. Nachdem alle mit dem Bus frühmorgens eingesammelt waren, ging es per Flugzeug über Chicago nach St. Louis. Dort wurde die Gruppe von Mitgliedern des Verschwisterungsvereins Columbia in Empfang genommen und per Bus zur Immaculate Conception School transportiert. Dort gab es einen herzlichen Empfang durch die anwesenden Gastgeber. Nach kurzem Ausruhen bei einem kleinen Imbiss wurden alle auf ihre jeweiligen Gastgeber verteilt. Die mitgereisten Feuerwehrleute wurden im Feuerwehrhaus untergebracht.

Der nächste Tag begann für die Mitglieder des Vorstandes mit einer gemeinschaftlichen Vorstandsitzung um 10.00 Uhr im Rathaus vom Columbia. Hier wurden die nächsten Termine besprochen. Der restliche Tag war dann frei für private Unternehmungen bevor um 18.00 Uhr die „King of Hearts“-Welcome Party startete. Nach der offiziellen Begrüßung durch die Vereinsvorsitzende, Ingrid Soraghan, und durch Bürgermeister Lester Schneider konnten die Teilnehmer bei Musik und gutem Essen viele neue Kontakte knüpfen. Es gab viel zu erzählen, denn man hatte sich ja fast zwei Jahre nicht gesehen. Der Verschwisterungsverein von Columbia  hatte für den Abend eine Tanzkapelle organisiert in deren Reihen sich ein hervorragender Elvis-Presley-Imitator befand. Dessen Auftritt wurde zum Höhepunkt des Abends.

Der Sonntag war tagsüber frei. Abends stand das legendäre „Stemlerfest“ auf dem Anwesen von Loretta und Homer Stemler auf dem Programm. Bei wunderschönem Wetter wurde ein großes Spanferkel gegrillt. Außerdem gab es Bratwurst und Salate sowie reichlich Getränke. Gegen Mitternacht verließen die Letzten diesen gelungenen Tagesabschluss.

Am Montag, den 01. Juli, startete der Bus am Feuerwehrhaus zu einer Tagesfahrt. Zuerst wurde das Haus von Daniel Boone besichtigt. Daniel Boone (geb. 02.11.1734 in Birdsboro, Pennsylvania; † 26.09.1820 in Defiance, Missouri) war ein US-amerikanischer Pionier und Grenzer, der die Wilderness Road erschloss und die Stadt Boonesborough in Kentucky gründete. Boones Eltern wanderten 1717 von England aus und ließen sich in Pennsylvania nieder.Danach führte die Tour nach Branson, Missouri. Dort wurde die Stone Hill Winery Hermann besucht. Nach einer Betriebsbesichtigung mit Weinprobe ging der Ausflug bei Temperaturen von fast 40 Grad Celsius zu Ende. Gegen 18.00 Uhr waren wir wieder in Columbia und hatten für den Abend frei.

Am Dienstag war tagsüber die Gelegenheit gegeben, in South County einkaufen zu gehen bevor am Abend die Party der Feuerwehr Columbia im Feuerwehrhaus stattfand. Der Abend stand ganz im Zeichen der Partnerschaft zwischen den Feuerwehren beider Städte. Martin Hölker, der in Vertretung des Bürgermeisters die Gruppe begleitete, überbrachte die Grüße der Stadt Gedern an die Feuerwehr Columbia. Nach Ansprachen der beiden Feuerwehrchefs, Mike Roediger und Klaus Neunert, wurden von den Seementaler Musikanten beide Nationalhymnen gespielt. Danach spielte die Kapelle bis weit in den Abend hinein zum Tanz auf.

Die nächste Bustour fand am Mittwoch, den 03. Juli, statt und führte zu Beginn zu einer der größten Schleusenanlagen des Mississippi, der „Alton Lock & Dam“-Schleuse. Während der geführten Besichtigung der Anlage konnte man sich von der Funktionsweise der Schleuse hautnah überzeugen. Die Fahrt ging anschließend zur Anheuser-Busch Brauerei, direkt nach St. Louis. Nach einer ausgiebigen Führung durch die einzelnen, teilweise sehr alten Gebäude, ging es zum Probeausschank. Hier konnten die einzelnen Biersorten getestet werden. Nach Rückkehr stand der Abend zur freien Verfügung.

Der 04. Juli, der Independence Day, gilt als größter Feiertag in den USA. Die Feierlichkeiten hierzu fanden im American Legion Park statt und begannen schon um 11.00 Uhr vormittags. Es gab unterschiedliche Aktivitäten über den ganzen Tag. Von 16.00 bis 18.00 Uhr gaben die Seementaler Musikanten ein Konzert. Nach Einbruch der Dunkelheit wurde mitten in der Stadt ein riesiges Feuerwerk abgebrannt.

Der Freitag war komplett frei von offiziellen Terminen. So konnten viele noch ein paar Einkäufe tätigen oder noch verschiedene Einladungen wahrnehmen.

Die große Abschiedsparty fand dann am Samstag in der American Legion Halle statt. Ab 18.00 Uhr spielten die Seementaler Musikanten zum Tanz auf. Es gab ein sehr gutes Buffet-Abendessen. Die Gelegenheit zum Tanzen wurde ausgiebig genutzt. Nach ca. 5 Stunden endete die Veranstaltung und alle strömten zum Kofferpacken nach Hause.

Am Sonntag, den 07. Juli hieß es dann: Rückflug nach Deutschland. Am Feuerwehrhaus in Columbia trafen sich alle am Bus für den Transport zum Flughafen St. Louis. Die Verabschiedung fiel fast allen sehr schwer, hatten sich doch viele neue Freundschaften ergeben und bestehende Freundschaften vertieft. So blieb es nicht aus, dass die eine oder andere Träne verdrückt wurde. Nach einem ruhigen Rückflug kam die Gruppe am Montagmorgen in Frankfurt wieder an und wurde per Bus nach Gedern gebracht. So endet eine 10-tägige Reise über den großen Teich.