Besuch in Columbia

Reise in unsere Partnerstadt Columbia

vom 14. bis 24.10.05

Am 14.10.05 ging es frühmorgens gg. 03.30 Uhr mit 44 Personen, darunter 14 "Neue",  zum Flughafen Frankfurt. Es herrschte eine angespannte aber fröhliche Reisestimmung.

Das Flugzeug verlies pünktlich um 08.50 Uhr Frankfurt über Chicago in Richtung St. Louis. Von dort ging es mit dem Bus weiter. Nach rd. 16 1/2 Stunden Reisezeit erreichte die Gruppe Columbia. Am Ortseingang empfing uns die Feuerwehr mit Ihrem größten Fahrzeug und begleitete den Bus mit voller Beleuchtung und Sirenengeheul in die Turnhalle der "Immaculate Conception School" zum Empfang.

Hello Columbia

Beim Aussteigen aus dem Bus wurden alle bei Temperaturen von über 23 ° Celsius und viel Sonnenschein herzlich begrüßt. Für viele hatte das lange Warten auf ein Wiedersehen ein Ende. Nach der Begrüßung durch die 1.Vors. Ingrid Soraghan und den Grußworten von Bürgermeister Kevin Hutchinson und dessen Vorgänger Lester Schneider erhielt jeder Teilnehmer eine Mappe mit dem Plan für die kommenden Tage, ein Namensschild und ein T-Shirt. Danach wurden wir zum Buffet-Essen eingeladen. Der Abend wurde vom St. Paul UCC Orchestra mit deutschen Volksliedern musikalisch umrahmt. Erste Gespräche wurden geführt und nach ca. 2 Stunden ging es in die Quartiere. Alle waren froh und nach mehr als 24 Stunden ohne Schlaf ganz schön geschafft.

Am folgenden Tag konnte ein großer Teil der Gruppe ausschlafen. Die Mitglieder der Vorstände beider Vereine trafen sich um 10.00 Uhr zur traditionellen gemeinschaftlichen Vorstandsitzung im Rathaus der Stadt. Hier wurden u.a. die Planungen für den offiziellen Besuch in Gedern im Jahr 2007 gestartet.

Am Abend fand ein großer Empfang in der Turner Hall mit Musik und Tanz statt. Nach dem gemeinsamen Abendessen wurden die offiziellen Reden gehalten und Geschenke  ausgetauscht. Auf amerikanischer Seite sprachen wiederum Ingrid Soraghan und Kevin Hutchinson, auf deutscher Seite unser Vorsitzende Klaus Neunert sowie der Stadtverordnetenvorsteher der Stadt Gedern, Kurt Heusohn. Dieser wurde spontan zur am Montagabend stattfindenden Stadtverordnetenversammlung der Stadt Columbia eingeladen. Im Rahmen der Sitzung wurde er überraschenderweise zum Ehrenbürgermeister ernannt.

Der Sonntag (16.10.05) war ganz und gar dazu da, sich auf seine Gastgeber einzustellen. Es gab keine offiziellen Termine, jedoch besuchte jeder bis zum Ende des Tages mindestens eine Veranstaltung, ob öffentlicher oder privater Art.

Für Montag, den 17.10.05, hatte sich unser Partnerverein eine Ganztagesfahrt nach St. Louis ausgedacht. Bevor es losging gratulierten wir unserem Mitfahrer Maic Neunert zu seinem 28. Geburtstag. Abfahrt war um 08.15 Uhr am Feuerwehrhaus und ging nach St. Louis in den "Botanischen Garten". In dem großzügigen Gelände verbrachten wir den Vormittag und fuhren anschließend zur "Union Station", dem ehemaligen Bahnhof der Stadt, zum  Mittagessen. Anschließend Hatte jeder die Gelegenheit zur Besichtigung des Gebäudes und natürlich zum Einkaufen. Nach der Rückkehr gegen 16.00 Uhr war der Rest des Tages frei.

Bei wunderschönem Wetter und Temperaturen bis 28° C begann der Dienstag mit Freizeit.

Nachmittags wurde dann das Feuerwehrhaus für die große Cowboy-Party am Abend geschmückt (ein Bild war auch im Kreis-Anzeiger zu sehen). Gegen 18.00 Uhr trafen alle ein und wurden mit Cowboyhut, Sheriffstern und Halstuch ausgestattet. Beide Feuerwehren tauschten Geschenke aus. Zur Unterhaltung der Gäste gab es einen kleinen Wettkampf der Feuerwehrleute untereinander. Das Buffet-Essen, zubereitet von den Mitgliedern des Columbia Volunteer Fire Departments, schmeckte hervorragend.

Anschließend gab es amerikanische und deutsche Lieder, aufgelegt von Don Voelker, Eigentümer und Betreiber  von "Tiny`s Restaurant", und von Björn Schäfer, einem Mitglied unserer Gruppe. Die Veranstaltung endete gg. 00.30 Uhr und war als voller Erfolg zur Völkerverständigung zu werten. Eine große Anzahl von Bürgern von Columbia suchte das Gespräch mit uns und knüpfte erstmals freundschaftliche Bande mit den "Germans".

Am Mittwoch, den 19.10.05, fand wieder eine Tagesfahrt statt. Zu Beginn ging es nach "Cahokia Mounds", die größte prähistorische Stadt der Mississippi-Indianer in der Vorgeschichte des Landes. Auf dem Höhepunkt seiner Blüte betrug die Fläche des Geländes ca. 6000 Quadratmeilen und wurde von ca. 20.000 Indianern bewohnt. Heute sind noch verschiedene Grab- und Wohnhügel zu besichtigen. Bei schönem Wetter ist in der Ferne die Skyline von St. Louis sehen. Die Anlage gehört seit 1982 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Danach ging es zur Pere Marquette Lodge zum Mittagessen. Der Weg dorthin führte uns teilweise direkt am Mississippi entlang und man konnte die Größe diese Flusses richtig erkennen. Eine Breite von 3 km und mehr ist hier keine Seltenheit und man kann sich vorstellen was passiert, wenn dieser Fluss bei einem Hochwasser über die Ufer tritt. Nach dem Essen konnten wir uns noch die Umgebung ansehen und fuhren dann durch kleine Hafenstädte zurück. Dabei kamen wir an einer riesigen Schleusenanlage vorbei. Gegen 16.00 Uhr waren wir zurück in Columbia. Der Abend war frei denn am nächsten Tag teilte sich die Gruppe.

30 Mitglieder der Gruppe fuhren am 20.10.05 um 06.30 Uhr unter Begleitung mehrerer Amerikaner zu einem zweitägigen Besuch der Stadt Memphis ab. Der Rest der Truppe konnte "endlich" mal richtig einschlafen und organisierte kurzfristig für den Abend eine Fahrt mit einem Schaufelraddampfer auf dem Mississippi bei Musik und Tanz (Blues).

Am Freitag, den 21.10.05, besuchte ein Teil der zweiten Gruppe "Grant`s Farm", ein Anwesen der Anheuser/Busch Brauerei. Am Abend traf man sich dann mit den Memphis-Rückkehrern zu einem Umtrunk und einem Imbiss in der "Legion Hall".

Am 22.10.05, ab 18.00 Uhr, fand dann ein großer Abschiedsball in der Halle "The Falls" statt.

Bei Musik und einem großen Buffet wurden noch reichlich Gastgeschenke ausgetauscht.

Die Veranstaltung endete gg. 22.00 Uhr, da am Folgetag die Abreise bevorstand und teilweise noch Koffer gepackt werden mussten..

Um 05.30 Uhr trafen wir uns alle am Feuerwehrhaus und waren erstaunt, wie viele unserer amerikanischen Freunde gekommen waren, um uns zu verabschieden. Wir mussten jede Menge Hände schütteln, bevor wir in den Bus einstiegen. Die eine oder andere Träne wurde vergossen und herzliche Umarmungen prägten das Bild am frühen Morgen. Nachdem die Koffer verstaut und die Hände alle geschüttelt waren, ging es los zum Flughafen nach St. Louis. Natürlich wurden wir am Ortsausgang Richtung St. Louis von der Feuerwehr fachmännisch und standesgemäß verabschiedet. (aufgrund der frühen Stunde allerdings nur mit viel Blinklicht, ohne Sirene). Beim Einchecken am Lampard-Flughafen St. Louis ging alles relativ glatt (der eine oder andere musste zur Inspektion des Inhaltes seinen Koffer öffnen). Da noch gründliche Kontrollen der Reisenden und deren Handgepäck bevorstanden, begaben wir uns direkt zum Flugsteig. Vor der Kontrollstelle mussten wir uns dann von den Vorstandsmitgliedern von "Sister Cities of Gedern", die uns bis hierher begleitet hatten, endgültig verabschieden.

Bye, bye friends

Ein baldiges Wiedersehen, vielleicht schon im nächsten Jahr, wurde uns in Aussicht gestellt. Nach den Kontrollen ging es zum Flugsteig. Nach einem ruhigen und ereignisarmen Flug zurück nach Deutschland, mit einem vierstündigen Aufenthalt in Chicago, landeten wir am 24.10.05 um 05.44 Uhr auf dem Frankfurter Flughafen. Jetzt hieß es nur noch, den Bus nach Hause zu erwischen. Gegen 08.00 Uhr trafen wir wieder in Gedern ein, übermüdet, aber doch glücklich. Eine lange Reise ging damit zu Ende.

Dies war eine Schilderung der Begebenheiten in Columbia während unseres Aufenthaltes. Natürlich ist es immer schwer eine so lange Zeit objektiv zusammen zu fassen und, geprägt von den eigenen Erlebnissen, zu beschreiben. Es fehlt noch die eine oder ausführliche Schilderung verschiedener Ereignisse, wie z.B. Kartoffelpfannekuchen von Klaus Neunert oder Original Gederner Wurst von Rudolf Lukarsch. Dies alles zu beleuchten würde  sicherlich ein kleines Buch füllen.

Ich hoffe, die Zusammenfassung hat Euch gefallen und den einen oder anderen inspiriert, beim nächsten Mal selbst teilzunehmen um einmal die Gastfreundschaft unserer Freunde in Columbia zu erfahren.

Am 08.11.05 trafen sich alle Teilnehmer noch einmal im Feuerwehrhaus in Gedern zur Nachbesprechung. Bei Getränke und Essen gab es viel zu erzählen. Alle waren begeistert von unserer Reise. Ein Dankeschön an dieser Stelle an Björn Schäfer, der für diesen Abend einen Bildervortrag per Laptop mit über 1000 Bildern gefertigt hatte. So konnten noch einmal alle Stationen unserer Reise im Zeitraffer erlebt werden.