Gelebte Verbindung

Nachdem der Name der 1. Vorsitzenden des Verschwisterungsverein Gedern-Columbia e.V. in Columbia bekannt geworden war, schrieben einige Familien namens Gundlach, um herauszufinden, ob ein Verwandtschaftsverhältnis bestehe. Die Vorfahren dieser Familien stammten alle aus Südhessen (Taunus), während Barbara Gundlach mit Mann jedoch aus Nordhessen kam.

Mitte des 19. Jahrhunderts baute eine Familie Gundlach Columbia mit auf. Aus diesem Grund wurde ein Haus (es steht heute unter Denkmalschutz) und eine Straße nach ihr benannt.

Beim ersten Besuch in Columbia 1993 wurde das Ehepaar Gundlach bei der Familie Soraghan untergebracht. Da Ingrid Soraghan und ihre Mutter Mitte der 50er Jahre von Deutschland nach Amerika ausgewandert waren, wollten sie viel von Deutschland wissen. Im Laufe dieser Gespräche stellte sich heraus, dass die Mutter der Gastgeberin und die Mutter von Herbert Gundlach in der Ukraine geboren waren. Nachdem dann die Geburtsnamen fielen und Herbert Gundlach berichtete, was er von seiner Mutter noch alles wusste, stellte sich heraus, dass die beiden Mütter Cousinen waren.

Nachdem die beiden Cousinen sich 1940 zum letzten Mal gesehen hatten, konnten sie sich 1996 wieder treffen.

Kaum zu glauben, welche Bedeutung der Zufall haben kann. Obwohl sie sich schon frühzeitig für den Austausch mit Columbia interessiert hatte, war Barbara Gundlach eher zufällig zur 1. Vorsitzenden gewählt geworden. Weniger zufällig war dann die erste Reise nach Columbia, an der sie in Begleitung ihres Mannes teilnahm. Die Unterbringung bei  Familie Soraghan war dann wieder Zufall und hätte nicht zu den beschriebenen Erkenntnissen geführt, wenn man sich an den Besuchstagen nicht intensiv ausgetauscht hätte.

Deutschkenntnisse haben viele Familien in Columbia und die Besuche sollen u.a. auch dazu führen, dass unsere amerikanischen Freunde eine Möglichkeit haben, ihre Deutschkenntnisse zu vertiefen und deutsches Brauchtum zu pflegen.